Rennberichte 2009


Saisonfinale am Pannoniaring 11.-13. September 2009

Zum Saisonfinale mit Schräglage auf dem Pannoniaring war von den Schleifern nur Kutsche am Start. Mit allen Chancen auf den Titelgewinn in der Klasse Superbike (4 Zyl. bis 750 ccm) und der Führung in der Gesamtwertung reiste er, hochmotiviert, bereits am Mittwoch! an.
Aufgrund der bekannt hohen Ausfallquote auf den Pannoniaring lies es Kutsche im Training etwas gemächlicher angehen und konnte sich daher nur den 9. Startplatz sichern. Nachdem sein größter Konkurrent (2. der Gesamtwertung) im Training einen „Abflug“ hatte, lag dieser, in absoluter Schlagdistanz, lediglich auf dem 6. Rang. Damit waren die Karten verteilt und der Titel für Kutsche schon in greifbare Nähe gerückt.
Das entscheidende Rennen am Sonntag hätte dann für Kutsche aber fast das vorzeitige Aus gebracht. Nach einem Blitz-Start aus der dritten Reihe mußte er einem stehenden Fahrer in der ersten Reihe ausweichen. Als er bei diesem Manöver zwischen zwei Konkurrenten durchfuhr, kam es zu einer Berührung der Motorräder, die fast mit einem Sturz von ihm endete. Dadurch büßte er weitere Plätze ein und bog erst als 15. in die erste Kurve.
Als er sich nach drei Runden auf Rang 10 vorgekämpft hatte, tauchte plötzlich sein unmittelbarer Titelkonkurrent, der offensichtlich mit den Nachwirkungen aus seinem Trainingssturz kämpfte und nicht zur gewohnten Schnelligkeit fand, vor ihm auf. Nun war die weitere Rennstrategie für Kutsche klar. Er hing sich an das Hinterrad seines Gegners und fuhr das Rennen und damit seinen Punktevorsprung, taktisch, auf dem 10. Rang nach Hause.
Nach einer völlig sturzfreien Saison (vermutlich seiner Ersten!) konnte sich Kutsche damit den Titel in der Klasse Superbike (weinger Leistung bringt eben auch manchmal mehr!) sichern. Dazu unseren herzlichen Glückwunsch.
Des weiteren konnte er in der „Spanferkel-Wertung“, trotz seinem Leistungsdefizit, „unangefochten“ den 2. Rang, hinter Hegi, unter Dach und Fach bringen!
Bei dieser Wertung ist aber der Zweitplazierte der „erste Verlierer“ und damit geht das Ferkel auf Kosten von Kutsche! Die Schleifer freut´s, weil´s was zu feiern gibt.

Brünn 21.-23. August 2009

Nach unserer Veranstaltung in Most ging für Norbert Trengler und Franz Lesl die Pokaljagd in Brünn gleich am nächsten Wochenende weiter. Verstärkt wurde das Schleifer-Team noch von Mario Mating und Stefan Hegyi.
Nach seinem Sturz in Most hatte allerdings Trengler alle Hände voll zu tun um seine K 5 wieder flott zu bekommen. Nach anfänglichen technischen Problemen gelang es ihm aber doch, ein einsatzfähiges Motorrad auf die Beine zu stellen.
Das Niveau bei Jura-Racing ist mittlerweile so hoch, daß sich Mating und Hegi keine Chancen auf einen Pokalplatz ausrechnen konnten, da das halbe Starterfeld Trainingszeiten unter 2.11! fuhr. Die brütende Hitze am Freitag machte aber allen Fahrern zu schaffen und es gab daher auch zahlreiche Stürze. Bei den Schleifern blieb aber alles heil uns sie konnten sich geschlossen für die Rennen qualifizieren.
Klasse 4 / Stock 1000: 4. Lesl / 2.09,639, 7. Trengler 2.10,522, 24. Mating 2.14,880,
43. Hegyi.2.18,595. Klasse 5 / Superbike: 10. Lesl, 29. Mating, 48. Hegyi.

Der Samstag hielt für die Fahrer niedrigere Temperaturen und Wolken bereit. Pünktlich zum ersten Rennen (Klasse 2 / 600 ccm) fing es dann ganz leicht zu nieseln an. Dies bedeutete gleichzeitig, daß alle Rennen als Wet-Race angesetzt wurden und von den Schleifern, mangels Motivation im Nassen zu fahren, nur der Doppelstarter Hegi übrig blieb. In der Klasse 4 konnte er als 27. mit einer Zeit von 2.17,369 plazieren. Zum Rennen der Klasse 5 regnete es dann schon stärker und Hegi konnte sich auf Slicks, bis zum Rennabbruch in der sechsten Runde, auf den 12. Platz mit einer Zeit von 2.19,208 vorarbeiten. Nachdem aber die Zieldurchfahrt in der fünften Runde gewertet wurde, erreichte er letztendlich den 13. Platz.

Der Sonntag brachte dann wieder besseres Wetter und für die Schleifer mehr Laune mit, zu starten. Im Old-Man-Cup gingen Lesl, Trengler und Hegi an den Start. Bei diesem Rennen konnten dann Lesl (4. / 2:7,9) und Trengler (7. / 2:10,4) im Trockenen ihre Trainingszeiten auch in gute Plazierungen umsetzen und die einzigen Pokal für die Schleifer einfahren. Hegi hatten ganz offensichtlich die Kräfte verlassen und er landete auf einem enttäuschenden 28. Platz mit 2.18 .
Das Rennen über die GP-Distanz (14 Runden) wurde ohne Beteiligung der Schleifer ausgetragen.


"Schleifer" Renntraining 14.-16. August 2009
Peter Neumann neuer Vereinsmeister!

Nachdem dieses Jahr der Wettergott mitspielte konnten alle Rennen bei strahlendem Sonnenschein und trockenen Verhältnissen gestartet werden. 

Dadurch sanken aber auch die Chancen für den letztjährigen Champion und „Regenkönig" Mario Mating auf eine erfolgreiche Titelverteidigung. 

Die Trainingszeiten ließen auf einen spannenden Dreikampf zwischen dem mehrmaligen Meister Norbert Trengler, dem Neustarter und ehemaligen Jura-Euro-Cup Sieger Franz Lesl und dem Rückkehrer Peter Neumann (ebenfalls schon mehrmaliger Champion) hoffen. Der spannende Rennverlauf ließ dann auch nicht auf sich warten. 

Vom Start weg übernahm Trengler, der von Position drei ins Rennen gegangen war, die Führung vor Neumann und Lesl. In der dritten Runde konnte Lesl mit einem gekonnten Ausbremsmanöver seine Kontrahenten überrumpeln und in Führung gehen. Nach einem Verbremser von Lesl in der vierten Runde konnte Neumann die erste Position übernehmen und bis zur sechsten Runde erfolgreich verteidigen.

Nach einem sehr optimistischen Ausbremsversuch fuhr Trengler, von Position drei aus, Neumann ins Heck und beide gingen zu Boden. Lesl wähnte sich schon als Sieger und fuhr bereits einen Wheelie. Doch das Rennen wurde abgebrochen und mit der Zieldurchfahrt in der fünften Runde gewertet .

Damit konnte Peter Neumann nach 2002, 2003 und 2004 seinen insgesamt vierten Meistertitel vor Franz Lesl und Norbert Trengler einfahren. 

Die weiteren Plätze belegten 4. Josef Haimerl, 5. Mario Mating, 6. Martin Regler, 7. Reinhard Kutschmann, 8. Thilo Altegger, 9. Stefan Hegyi, 10. Alexander Höpfl, 11. Benedikt Hegyi. Thomas Höhenleiter und Stefan Mayr (Zecki) spielte die Technik einen Streich und sie mußten das Rennen vorzeitig beenden. 

Schnellste Rennrunde in 1.41,686 von Franz Lesl.  

Am Samstag wurden noch fünf weitere Rennen mit folgenden Plazierungen abgehalten: 

Tutle Race: 1. Richard Balk, 2. Holger Lang, 3. Hans Schmalz, 26. Benedikt Hegyi. 

Supersport 600: 1. Christian Schmidt, 2. Christian Haslauer, 3. Benjamin Blümel. 

Supersport 750: 1. Josef Haimerl, 2. Reinhard Kutschmann,3. Peter Gruber, 9. Thomas Höhenleitner. 

Stocksport 1000: 1. Peter Neumann, 2. Franz Lesl, 3. Michael Fischer, 5. Mario Mating, 10. Thilo Altegger, 13. Martin Regler, 20. Stefan Hegyi. 

Nach der Siegerehrung ging es nahtlos in das bereits legendäre Boxenfest mit Gyros und Freibier für alle Teilnehmer und Begleiter über. Bei sehr guter Stimmung wurde bis in die frühen Morgenstunden gefeiert. 

Am Sonntag konnten sich beim Abschlußrennen „Old Man Cup" ,für Fahrer ab 40 Jahre, die Schleifer nochmal gut in Szene setzen und vordere Plätze einnehmen. 1. Franz Lesl, 2. Michael Fischer, 3. Josef Haimerl, 10. Stefan Hegyi. 


Brünn 12.-14. Juni 2009 mit Schräglage

Nachdem der Wettergott ein Einsehen hatte und die Fahrer am Samstag mit blauem Himmel und Sonnenschein empfing wurden nicht nur die Stimmung sondern auch die Zeiten besser.
In der Klasse Supersport (4-Zyl. bis 600 ccm und 2-Zyl. bis 750 ccm) erreichte Bene mit einer 2.33,936 Runde den 20. Startplatz. Kutsche konnte sich bei den Superbikes (4-Zyl. bis 750 ccm) als 7. mit einer Zeit von 2.20,807 qualifizieren.
Hegi startete in der Powerbike-Klasse (Serie bis 1000 ccm) und verbesserte seine Rundenzeit auf 2.16,619 was den 5. Startplatz brachte.
Das Rennen für den Metzeler-Cup/ZX 10-Cup wurde am Samstag gestartet und Hegi kamals 6., in der Wertung bis 1000 ccm / Zeit 2.17,425, ins Ziel. Wegen fehlender Metzeler-Reifen (da sollte man sich eben nicht mit Dunlop-Reifen erwischen lassen) und einer Suzuki (damit fällt dann auch die ZX 10-Wertung ins Wasser) allerdings außer Konkurrenz.
Der Sonntag brachte dann noch höhere Temperaturen und die Rennen liefen unter idealen Bedingungen ab.
Bene konnte sich in seinem ersten Rennen mit seiner SV 650 gegen die leistungsmaßig überlegenen 600er schon gut behaupten, verbesserte sein Zeit auf 2.30,006 und erreichte den 17.Platz
Kutsche lieferte sich mit zwei Konkurrenten einen harten Fight um Platz 5. Letztendlich konnte sich von diesem Trio der leichteste Fahrer durchsetzen. Mit einem sehr optimistischen Manöver bremste Kutsche in der vorletzten Kurve einen noch schwereren Gegner aus was ihm dann den 6. Platz einbrachte und es sprang eine Rundenzeit von 2.19,257 heraus.
Hegi konnte seinen 5. Startplatz durch einige Überholmanövern auf der Bremse erfolgreich verteidigen und wurde trotz Sturz in der 5. Runde, wegen Rennabbruch nach der 4. Runde, auf dem 5. Platz mit einer Zeit von 2.17,715 gewertet.
In der vereinsinternen Spanferkel-Wertung liegt momentan Hegi noch vor Kutsche. Beide haben im August aber noch die Möglichkeit ihre Zeiten in Brünn zu verbessern.
Die Voraussetzungen dafür werden bereits in Angriff genommen. Hegi baut sich gerade eine K 7 auf und Kutsche möchte sein Leistungsdefizit mit einer Honda CBR 1000 wettmachen.


Most 18.-21. Mai 2009 mit Schräglage

Wie bereits in Magione war in Most von den Schleifern nur Reinhard Kutschmann (Kutsche) am Start.
Bei optimalen Wetterbedingungen konnte sich Kutsche auf seiner Hausstrecke gut in Szene setzen und stand bei den Superbikes (4-Zyl. bis 750 ccm) im Rennen auf Pole.
Nach gutem Start konnte Kutsche seinen 1. Platz zwar verteidigen wurde aber von einem Kontrahenten auf der Start-/Zielgeraden immer wieder ausbeschleunigt. Trotz guter Renn- strategie, Kutsche bremste sich immer wieder heran und teilweise auch vorbei, setzte sein Gegner seine höhere Endgeschwindigkeit geschickt ein und konnte sich dadurch Platz 1 vor Kutsche sichern.
Trotzdem war Kutsche, nach dem 3. Platz in Magione, mit dem 2. Platz zufrieden, machte seinen Gegnern aber für Brünn (Termin12.-14.06.2009) bereits eine Kampfansage für den Rennsieg.
Am 21.05.2009 traf Kutsche dann die Schleifer Norbert Trengler, Peter Neumann, Franz Lesl und Stefan Hegyi, die vom 22.-24.05.2009 mit Bike Promotion in Most waren und eine ganz neue Erfahrung machen sollten, was sportliche Fairneß betrifft und wie man einen Rennausgang anpaßt.
Trotz gegenteiligem Videobeweis wurde Norbert (1. Platz im 2. Rennen) wegen angeblichem Frühstart, mit einer 30 Sekunden Zeitstrafe belegt und fand sich plötzlich auf dem 9. Rang wieder!?
Hier läßt Karl Marx grüßen: „Alle sind gleich, aber Manche (Stammfahrer) sind gleicher!“weiter Bericht vom 22.-24.05.2009 mit Bike Promotion


Most 22.-24. Mai 2009 mit Bike Promotion

Für das 2. Rennen schien alles klar. N.Trengler startete von Platz 2, P. Neumann von Platz 5 und F. Lesl von Platz 11. Doch vom Rennen am Samstag wußten wir, dass bisher keiner außer wir "Schleifer" mühelos 42er-Zeiten fahren kann.

1. Start: Mattivi gewann den Start, legte sich aber gleich nach einer halben Runde mit einem Überschlag in den Kies. Da es auch noch in der Startschikane kräftig krachte, wurde das Rennen sofort abgebrochen.

2. Restart: Mattivi war nicht mehr dabei und die "Schleifer" gehörten zu den Startverlierern. Doch nach einer Runde war alles klar: 1. Trengler gefolgt von Neumann und Lesl, doch nach Runde 2 krachte es schon wieder in der Startschikane und erneut Abbruch!

3. Restart: Wieder gehörten die "Schleifer" zu den Startverlierern. Doch nach einer Runde war wieder alles klar: 1. Trengler, 2. Neumann, 3. Lesl. So wurden wir auch abgewunken.

Doch bei der Siegerehrung kam die Überraschung. Scheinbar passte es den Veranstalter nicht, das Gastfahrer alle 3 Pokale abräumen und so wurde Trengler mit 30 sek. Zeitstrafe wegen eines angeblichen Frühstarts beschenkt.
Wir hatten zwar ein Video als Beweis, dass alle Starts korrekt waren. Doch so etwas interesiert bei BikePromotion niemanden.
Zu unseren Erstaunen überholte auch noch auf dem Papier der 4. Platzierte (ein Stammfahrer) Franz Lesl.
Und so war das offizielle Rennergebnis: 1. Neumann (Schleifer), 2. Genscher (Stammfahrer) und 3. Lesl (Schleifer) 9.Trengler (Schleifer) 12.Hegiy (Schleifer).
Doch für uns stand fest, wir haben Platz 1 - 3 abgeräumt!


Brünn 1.-3. Mai 2009 mit Jura Racing

Von den "Schleifern" waren Mario Mating, Stefan Hegyi, Franz Lesl, Norbert Trengler und Wiedereinsteiger Peter Neumann dabei.
Während Mario Mating und Norbert Trengler mit technischen Problemen kämpften, hatte Wiedereinsteiger Peter Neumann einen problemlosen Einstand und brannte auf Anhieb 2:10er-Zeiten in den tschechischen Asphalt.
Franz Lesl gewann nach einem langen harten Zweikampf. Das Rennen wurde allerdings später aus Gründen, die wir nicht nachvollziehen können, disqualifiert.
Peter Neumann fuhr bei seinem ersten Rennen, nachdem er 2 Jahre auf keinen Rennmoped saß, auf Anhieb auf Platz 4.


Saisonauftakt Ostern 2009 mit Schräglage in Magione


Kutsche hat sich heuer als Instruktor bei Schräglage eingeschrieben und sich dafür gleich eine nagelneue GSXR 750 zugelegt.

Scheinbar ist es für manche Fahrer ein Vorteil, wenn sie 50 PS weniger unter dem Hintern haben. Jedenfalls war es für Kutsche kein Nachteil, da er auf dem Go-Kart Kurs ähnlichen Ring im italienischen Magione auf Anhieb auf Platz 3 fuhr.

Mating und Lesl am Pannoniaring

Mario hatte im Winter fleißig an der Motorleistung seiner GSXR 1000 K6 gearbeitet um mit den neuen 1000endern mithalten zu können.

Franz Lesl griff gleich in die Vollen und holte sich gleich die neue Big Bäng R1. TTSL-Rennsportmässig baute er gleich alles ein was der Tuningmarkt hergibt, was sich nicht unbedingt als Vorteil erweisen sollte.

Mario hatte Mühe, den angesetzten Winterrost loszuwerden und kämpfte anfangs auch mit techn. Problemen. Im Rennen sprang schließlich Platz 13 (Klasse 4) und 11 (Klasse 5) heraus, seine persönliche Bestzeit konnte er auf 2:04,28 verbessern.

Franz Lesl war schon im Zeittraining vorne dabei. Die neue R1 scheint ihren Ruf gerecht zu werden. Doch dank der umgebauten Anti-Hopping Kupplung blieb er beim Start wie festgeklebt und konnte nur im Mittelfeld in die erste Kurve einbiegen. Franz startete eine fulminante Aufhohljagd. Schließlich schrammte er im Klasse 4 Rennen mit Platz 4 knapp am Podium vorbei, im Klasse 5 Rennen erkämpfte er Platz 6. Seine persönliche Bestzeit von 2:00,154 war auf Anhieb um 0,5 s schneller als im Vorjahr.