wie Alles begann !



Rennstreckenfreunde "Schleifendes Knie“ aus der Sicht von Klaus Semskij


  Alles fing im Jahre 1994 in der Disco Jok`s in Allershausen an.

Ein paar junge Männer, die zu jener Zeit als Türsteher, Kassier oder Schankkellner in der Disco arbeiteten,
hatten alle das gleiche Hobby:

Das Motorrad fahren.

Es waren die Freunde Fritz, Klaus, Karl, Jürgen, Joe und Thomas.
Nach einigen Ausflügen waren wir der Meinung, es muss doch mal ein riesen Spaß sein auf einer Rennstrecke sein können, zu testen.
Na ja war ja nichts leichter als das, da in der Disco auch noch ein dürrer Typ mit wenig Haaren unterwegs war, der beim RSC Pfaffenhofen Mitglied ist.

Der Herbert S.

Wir unterhielten uns oft, wie es wäre, so auf einer Rennstrecke.
Dann kamen immer wieder die Sprüche von dem Herbert der meinte, er könne uns die Könige der Straße was zeigen. Hahahahhhah
 So ein Brutzler - was will der denn? *LOL*

Nun kam es wie es kommen musste.
Es war Frühling im Jahre 1994 und wir machten uns mal auf zur Rennstrecke nach Most in die Tschechei. Am ersten Tag schauten wir uns mal die ganze Gaudi an,was da so los ist.

   Der Abend war echt super, gesoffen und gelacht ohne Ende.


Nun kam der nächste Tag. Der Fritz und ich sagten o.k., wir testen mal das auf der Rennstrecke.
Vom Zuschauen angestachelt und froh des Mutes den Jungs mal zu zeigen, was wir können.

Schaut ja alles nicht schnell aus wie die fahren. Sag mal, sagte ich zum Fritz, geben die kein Gas oder was soll das sein.
Fritz nickte und stimmte mir zu. Das muss doch viel schneller gehen. Also fuhren der Fritz mit seiner GSXR 1100 und ich mit meiner ZXR 750 auf die Rennstrecke. Das Beste was es damals gab. Ein paar Runden zum Reifen wärmen wurde uns geraten. O.k.,kein Problem. Na ja, nach so ca. 5 - 8 Runden dachte ich nur, so ein Scheiß kommt denn da keiner den ich mal überholen kann??? Und was soll das am Streckenrand. Immer winken die mit den blauen Fahnen wenn der Fritz und ich daher kommen? Ist denn da was passiert?
Wir wurden ein paar Mal überholt. Na ja, sind bestimmt ganz Schnelle, dachten wir. Als wir nun schweißgebadet wieder zur Box fuhren, kamen die ersten Gespräche.Wir fragten mal nach, was das zu bedeuten hätte.
Immer wenn wir beide kommen, winken die Streckenposten mit den blauen Fahnen???

Alle lachten nur, denn uns wurde gesagt, dass wir überholen lassen sollen, den hinter uns kommen Schnellere.
Was soviel heißt, wir sind die langsamsten auf der Piste. Oh Mann, das gibt’s doch net. Wir suchten Rat.
Nun kam der Herbert mal wieder ins Spiel. Er sagte zu uns, er fährt mal vor und zeigt uns mal welche Linie wir fahren müssen. Dann fügte er noch hinzu, er fährt auch langsam. O.k. dachte ich, der soll ruhig Gas geben, so schnell ist der auch net. So, nun fuhren wir wieder auf die Strecke.
Herbert voraus und Fritz und ich hinterher.

Nach 2 Runden dachte ich, Hey Mann was soll das, der gibt ja Gas,
dass mir Hören und Sehen vergeht.


Dann dreht der sich auch noch immer um zu uns und zeigt uns wo wir fahren sollen. Hey, ich schmeiß gleich meine Karre weg und den Typen fahr ich von seiner Kiste. Ganz schnell wurden Fritz und mir die Grenzen aufgezeigt wie schnell wir wirklich waren. In Most zum ersten Mal knapp über 2 Min.!!! Für ein Runde.
Nun kam noch hinzu, keiner von uns beiden war mit dem Knie am Boden. Schande über unser Haupt, ich will auch mal schleifen lassen.

So ein Scheiß, bin ich echt so langsam und so ein Brutzler???
Ein paar Tage später, wieder in der Disco, gab es doch nur ein Thema:

Die Rennstrecke.

Herbert riet uns mal für ein Wochenende auf die Rennstrecke zu fahren. Also gab es eine schnelle Entscheidung. 4 Wochen später fuhren wir nach Brno in die Tschechei. Diesmal aber gleich für ein ganzes Wochenende, von Freitag bis Sonntag.
Es waren die Fahrer:

Jürgen, Thomas, Herbert, Karl, Klaus, Peter und Fritz

Am Donnerstag wurde damals angereist und wir waren schon ganz heiß auf das, was uns erwartet. Am Freitagmorgen ging es los. Alle mit Mut ohne Ende.
Bis auf dem Herbert waren wir ja alle Neulinge ohne Ringerfahrung. So nach ca. 2 Std. fuhr der Fritz in die Box und zeigte uns was Sache ist.
Schaut euch meine Knieschleifer an!!! Angeschliffen!!! Das heißt Schräglage ohne Ende. Und unsere, noch neu und ungebraucht.
Oh Mann, nichts wie raus, was der kann können wir auch und so fuhren wir Runde um Runde, bis ein jeder seine Knieschleifer angeschliffen hatte.

Ein Geiles Feeling
Am Sonntag dachten wir nur, was gibt’s schöneres als Saufen, Fressen und Motorrad fahren. Oh Mann, war das ein Wochenende.
Nach unserer Heimreise trafen wir uns ja wieder am darauf folgenden Freitag bei Jok in der Disco.
Und was war Thema. Nur Biken, Biken, Biken, Biken. Also fuhren wir 4 Wochen später gleich wieder nach Brno, konnten ja nicht genug kriegen. Tja so ging halt alles seine Wege.
Da wir es schafften unsere Knieschleifer auf den Asphalt zu bringen, lag es nahe, uns mal T-Shirts zu machen.
Kurz mal den Jok gefragt um eine Spende und er lies sich auch nicht lumpen. Schon waren ein paar T-Shirts gedruckt mit dem Aufdruck

„Rennstreckenfreunde Schleifendes Knie“.

Einmal mit dem Virus angesteckt war vor uns ja nichts mehr sicher. Es folgten weitere Ausflüge nach Rijeka, Misano, Mugello und wieder mal Most.
Ja, so nahm alles seinen Lauf und die

Rennstreckenfreunde Schleifendes Knie

waren geboren.

Dies war ein kleiner Rückblick von Klaus Semskij

Mittlerweile sind viele Mitglieder dazugekommen und die "Schleifer" organisieren ein eigenes Renntraining
in Most und nehmen an vielen Renntrainings teil.


Infos über unsere Mitglieder könnt ihr über Unser Team erfahren.